17.km, 600m Aufstieg, 600m Abstieg, 4h 45min Wanderzeit

Heute, an diesem wunderschönen Samstag startete ich endlich mein "Projekt" Trans Swiss Trail 2019. Meine Schwester Bea begleitete mich auf meiner ersten Route. 

Bereits um 07.30 gingen wir in Lyss auf den Zug Richtung Biel. Schon jetzt war es 9° und die Wettervorhersage versprach einen Traumtag! 

Unsere Zugfahrt ging von Lyss-Biel-Delemont bis nach Porrentruy (auch genannt Pruntrut) wo wir bereits kurz vor 09.00h ankamen. 

Von dort aus startete die erste Etappe. Als erstes führte unser Weg durch das schöne Dörfchen Porrentruy welches zwar wunderschön war, leider aber noch vollkommen leer und ausgestorben. 

Dann liefen wir Richtung Wald. Von da an wechselten sich Wald- und Feldwege ab, was aber sehr schön war, ich liebe die Abwechslung. Zudem war es bereits relativ warm und da war eine kurze Abkühlung im Wald immer willkommen. 

Wir waren praktisch die Einzigen auf der Strecke, was wir aber sehr genossen, denn so kann man die Ruhe der Natur noch viel mehr geniessen!

Wir liefen und liefen und kaum gestartet waren wir bereits 2h unterwegs. 

Irgendwann einmal kamen wir auf Fontenais und liefen dort immer weiter. Als wir plötzlich eine Ortstafel mit "Porrentruy" angeschrieben sahen wurden wir stutzig. Wenn man die Karte der Trans Swiss Trail- Seite anschaute sah man, dass wir theoretisch immer nach "unten" laufen mussten. Da wir aber in Porrentruy bereits gestartet waren musste dies ja heissen, dass wir uns einfach einmal im Kreis bewegt haben... ?!

Da wir aber absolut keine Ahnung hatten, wo wir falsch abgebogen sind und mittlerweile auch schon 3h vergangen waren beschlossen wir, Google Maps zu starten und nun einfach direkt nach St. Ursanne zu wandern.

Nach einem kurzen Zwischenstop in einem kleinen Beizli gings weiter. Bei einem schattigen Bänkli beschlossen wir aber dann, kurz noch eine Mittagspause einzulegen. Da es aber mittlerweile schon sehr heiss (und das Bänkli sehr unbequem) war, hatten wir nicht wirklich Hunger und gingen bereits nach 15min wieder weiter. 

Tja und dann ging es bergauf. Erst dachten wir, dass es ein kleiner "Hügel" wird, aber es war dann doch eine etwas längere Passstrasse. Leider war es etwas heiss, aber die Strecke war dennoch sehr schön. Und hei, wir wussten, dass wir auch irgendwann wieder einmal runter mussten.. Oben angekommen wurden wir dafür mit einer tollen Aussicht belohnt! Die letzten 45min ging es dann glücklicherweise nur noch abwärts. Unser Navi zeigte uns zwar schon lange, dass wir bald in St. Ursanne ankommen werden, aber ich fand es unglaublich beeindruckend, denn bis ca. 10min vor St. Ursanne befanden wir uns inmitten der Natur. Keine Häuser weit und breit und auch nicht annähernd "Hinweise" dass bald ein Dörfchen kommen würde. 

Aber dann endlich nach 5h (mit einem einstündigen Umweg) sind wir in St. Ursanne angekommen. Wir suchten das erste Beizli und waren froh, endlich sitzen zu können. 

St. Ursanne ist ein kleines aber super hübsches Dörfchen. Mir gefiel es sehr! Wir waren richtig k.o. und genossen etwas die Umgebung, bevor wir uns dann bald einmal wieder aufbrachen und die Rückreise antraten.

Die erste Etappe habe ich geschafft, ich freue mich darauf, bald schon meine zweite Etappe zu meistern!