22km, 420m Aufstieg, 360m Abstieg, 5h 35min Wanderzeit
Nach langer Verletzungspause wollte ich mal wieder eine Route in Angriff nehmen. Zwar war es eine eher «längere» Route, aber ich wusste, dass ich unterwegs immer mal wieder die Möglichkeit hätte, mit dem ÖV zurückzufahren.
Die heutige Route sollte aber noch einige «Erlebnisse» mit sich bringen.
Mir fehlte noch die Etappe 9 Laupen-Bern. Also fuhr ich bereits relativ früh Richtung Laupen. Von dort aus lief ich den Naturweg der Sense entlang. Ein wunderschöner, ruhiger Weg. Eignet sich auch gut als Spaziergang. Ich dachte etwas über die letzten Etappen nach, die auch alle sehr schön waren. Und dennoch genoss ich es, mir nicht ständig Gedanken machen zu müssen, ob ich wohl heute wieder durch eine Kuhweide gehen muss. Dass meine Etappe heute dennoch an Tieren scheitern würde, ahnte ich da noch nicht (Spoiler: Es waren keine Kühe).
Nach ca. 9km wurde ich vom Fluss weggeführt, aufgrund einer Instandhaltung des Senseviadukts. Leider war es anfänglich nicht so gut beschildert, wo der Wanderweg nun durchführt. Da aber die Herzroute der Velotour bisher die gleiche Strecke ging, folgte ich nun halt diesem Schild. Als ich dann wieder ein Wanderwegsschild entdecke, folgte ich natürlich diesem. Naja, leider war dies das Schild für die Route Bern-Laupen. Also stand ich nach ca. 2km wieder am gleichen Ort bei der Baustelle. Irgendwann fand ich aber dann doch noch den richtigen Weg und konnte die Tour weiterführen.
An der Sensematt angekommen beschloss ich an einem ruhigen Ort am Fluss eine kleine Pause zu machen und gönnte mir ein kühles Fussbad. Gibt definitiv schlimmere Orte für eine Pause 😉
Nach ca. 20min machte ich mich dann aber weiter auf den Weg. Leider verpasste ich dann aber kurz darauf ein Schild, welches mich nach links geführt hätte und lief daher einfach weiter geradeaus. Als ich länger kein Wanderschild Nr. 2 mehr entdeckte und an den Kreuzungen auch kein Ort mehr stand, wo ich hinsollte, wusste ich, dass ich falsch war. Allerdings wusste ich auch nicht, ob eine Richtung schneller war oder mich mal wieder auf die richtige Route führte. Also lief ich noch etwas weiter. Und ich muss sagen, der Weg war wunderschön. Ich lief bis zur Ruine Riedburg und von dort ein steiler Aufstieg nach oben. Unterdessen hatte ich ein Schild Richtung Köniz entdeckt und folgte vorübergehend diesem, weil das der einzige Ort war, den ich gerade so kannte. Etwas weiter beim nächsten Schild wollte ich mich dann doch nicht einfach so geschlagen geben und folgte wieder dem Schild «Sensematte» mit dem Wissen, dass ich nun rund einen 6km langen Umweg gemacht hatte. Dort angekommen sah ich dann auch den richtigen Weg, den ich hätte nehmen sollen. Egal, ich war zwar bereits etwas müde, motivierte mich aber noch einmal da ich nun ja den richtigen Weg hatte. Diese Motivation wurde leider nach 2km bereits vernichtet. DURCH SCHAFE!! Ungefähr 20 Schafe versperrten mir den Weg. Wie bereits in vorherigen Blogs berichtet mag ich Tiere sehr, aber nicht, wenn sie mir meinen Weg versperren. Mit einem gesunden Knie hätte ich es vielleicht versucht, durchzurennen, aber ich wusste, dass ich nicht laufen konnte. Ich schaute, ob es eine Alternative gab. Allerdings war nur noch die Hauptstrasse in einer 80er Zone, welches mir dann doch etwas zu gefährlich schien.
Nun ja…. Mittlerweile war ich ziemlich genervt und hatte auch etwas müde Beine, denn dank meinen Umwegen war ich bereits 20km unterwegs. Also beschloss ich halt, meine Etappe hier zu beenden und lief zurück nach Thörishaus um dort den Zug zu nehmen.
Zwar habe ich die Etappe nicht komplett zu Ende geführt, aber schön war es dennoch und vielleicht mache ich den restlichen Teil zu einem anderen Zeitpunkt!




