18km, 760m Aufstieg, 760m Abstieg, 5h 15 Wanderzeit

Nachdem uns das Wetter vor einer Woche einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, wollte ich in meinen Ferien eine Tour in Angriff nehmen. Für einmal zeigte es kein Regen an, diese Gelegenheit musste ich nutzen.

Ich fuhr mit dem Zug bis Faido und dort mit einem kleinen Postauto nach Osco. Bereits die Fahrt nach Osco fand ich mega cool, auch wenn ich froh war, nur Beifahrerin zu sein. Aber der Chauffeur machte das gut, bis auf eine Kurve schaffte er alles in einem "Rank".

Ich hatte beschlossen, die Route rückwärts zu machen. Also ich lief schon vorwärts, halt einfach von Osco-Airolo. Dies aufgrund der eher schlechten Verbindungen von/ab Osco. So war ich zeitlich etwas flexibler.

Der Weg von Osco führte zuerst nach unten. Die Natur war grandios, viele Blumen die gerade blühten. Immerhin waren die Kühe welche ich angetroffen habe eingezaunt. Generell begegneten ich viele Tieren auf dieser Etappe. Esel, Schafe, Ziegen, Kühe, Katzen, Hunde... von den Krabbeltieren gar nicht erst zu sprechen.

Etwas später fing dann die Steigung an. Der Weg war aber toll und der Ausblick dazwischen super. Wie so oft begegnete mir keine (Wander-) Seele. Einerseits wahnsinnig entspannend, andererseits irgendwie schon fast etwas "unheimlich ". In Bosco d'Öss wusste ich, dass ich die steilste Steigung aufwärts hinter mir hatte. 

Von da an führte mich der Weg durch Wälder, Hartbelag, aufwärts/abwärts immer gemischt. Unten brauste die Autobahn, während ich oben die Strada alta passierte. Mich beeindruckte vor allem der Höhenunterschied und der Blick auf die Leventina und das Val Bedretto.

Die kleinen Dörfchen die ich durchquerte (Lurengo, Degio, Altanca, Brugnasco, Madrano..) wären eigentlich richtig schön, aber die meisten schon ziemlich in die Jahre gekommen und teilweise zerfallen.

Ausserdem sah man von weitem auf den Gotthardpass, welcher aber noch ordentlich schneebedeckt war. 

Meine letzte Steigung führte mich noch nach Altanca, bevor der Weg dann erst gemächlich, dann zunehmend steiler nach unten führte. 

Und nach 3h 30 hatte ich bereits mein Ziel Airolo erreicht. 

Nun heisst es Beine hochlagern, relaxen und dann gehts am Mittwoch weiter mit meiner nächsten Challenge. Dem Rigi-Marsch....