24 km, 1400m Aufstieg, 1100m Abstieg, 8h 15 Wanderzeit
Heute stand wieder eine Route an. Mein Onkel begleitete mich wieder einmal. Eigentlich arbeite ich derzeit im Openair-Kino. Allerdings findet am 1. August nie ein Film statt, weshalb ich meine Schicht am 31.07. tauschte und so auf Wanderschaft gehen konnte.
Wir wählten uns die happigste Route (wenn schon denn schon) und starteten am 9.45 in Bellinzona. Bereits jetzt war es ordentlich warm, aber das Wetter top.
Die erste Strecke führte uns flussaufwärts bis wir nach ca 40min Giubasco erreichten.
Danach ein erster kleiner Auftstieg bis zum Parco Motto Grande. Dort führte der Weg steil nach oben Richtung Cima di Dentro. Von 244m bis auf 1004m hatten es in sich. Der Weg führte uns im Zickzack nach oben. Unterwegs entdeckten wir ein Reh, welches zuerst in unsere Richtung rannte, sich bei unserem Anblick aber direkt für die Gegenrichtung entschieden hat.
Etwa kurz nach der Hälfte genossen wir einen kleinen Ausblick auf Bellinzona bevors wieder weiterging. Der Weg führte anschliessend in ein Wäldchen, richtig schön. Der Boden war bedeckt mit viel Laub, es fühlte sich an wie im Herbst. Leider achteten wir zu sehr auf den Boden und verpassten dadurch einen Pfosten mit der Rot-Weiss-Markierung. Bemerkt haben wir dies erst, als es immer weiter nach unten ging (bis auf den Cima di Dentro sollte es nur immer hinaufgehen). Leider kostet uns dies ca einen Kilometer.
Beim Zurücklaufen entdeckten wir dann die Markierung und folgten dem erneut steinigen Weg nach oben. Das Lied von Xavier Naidoo tifft es hier gar nicht so schlecht: Dieser Weg, wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer ;-)
Oben auf dem höchsten Punkt angekommen beschlossen wir, eine kleine Pause einzulegen. In der Ferne sahen wir 4 Spaziergänger, Wanderer waren wir weit und breit die Einzigen.
Der Weg führte anschliessend weiter durch das Militärgebiet von Isone. Ein Hinweis, dass gefundene Granaten nicht aufgehoben werden sollte, war unglaublich beruhigend ;-)
Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir Isone, ein kleines, abgelegene Dörfchen.
Bei der Kirche führte eine Treppe hinunter und führte uns danach wieder in ein kleines Wäldchen hinein. Leider war dies wohl kein sehr bewanderter Weg, ein paar umgestürzte Bäume zwang uns zu einer kleiner Klettereinheit.
Leider war ab hier der Weg sehr schlecht beschildert. Wir mussten öfters die Rot-Weiss-Markierungen suchen und überprüften ein zwei Mal ob wir richtig sind mittels Wander-App (danke Technik...). Etwas weiter oben dann die nächste Verwirrung, zwar zeigten zwei verschiedene Wegweiser nach Tesserete, aber welcher nun die Nr. 2 war, war nirgends angegeben. Aber eigentlich sollte ich es langsam wissen, dass nicht der gemächliche Weg der Richtige ist, sondern in diesem Fall der steile Wiesenweg.
Weiter gings dann noch einmal hinauf, bis nach Gola di Lago. Hier trennte sich dann die Route der Via Gottardo, welche bisher die gleiche Route war wie unsere. Während die Via Gottardo den Weg nach Tesserete mit ca. 1h 30 angab, mussten wir noch einmal einen Umweg machen mit einer angegebenen Zeit von 2h 10. Langsam machte sich auch die Müdigkeit und die Hitze bemerkbar.
Unten angekommen wurden wir dafür mit einem kleinen Spaziergang durch Bigorio belohnt, ein unglaublich hübsches Dorf.
Und dann endlich nach ca 6h 50 und (dank Umwegen 26km) erreichten wir unser Ziel Tesserete.
Eine anspruchsvolle und lange Wanderung. Landschaftlich auch wieder total schön, aber benötigt sicher eine gewisse Kondition.


