5km, 220m Aufstieg, 220m Abstieg, 1h 30 Wanderzeit
Meine wohl kürzeste Wanderung in meiner "Wanderkarriere" sollte jene von Tesserete-Lugano (Comano) werden.
Nach der Winterpause wollte ich nun endlich wieder meine Wanderungen aufnehmen. Mir bleiben noch 5 Etappen bis zum Ziel. Leider sind alle Routen im Tessin und daher relativ zeitaufwändig aufgrund der langen An- und Rückreise.
Noch "schlimmer", dass eine Tour gerade mal 5km lang ist. 1.30h Wanderzeit, oder in meinen Verhältnissen gerade mal 1h. Leider sind die Routen vor oder nachher entweder sehr lang oder sehr steil, daher konnte ich diese Etappe nirgends anhängen.
Nun ja, reiste ich halt für ein paar Stunden ins Tessin...
Mit dem Zug fuhr ich nach Lugano und anschliessend mit dem Bus weiter bis nach Tesserete wo die letzte Etappe endete.
Hier startete auch die Route. Ich lief einen kurzen Anstieg bis zu einem kleinen Waldstück. Dort grasten friedlich Schafe und zwei kleine Lämmer. Ach gott waren die niedlich. Ich hätte am liebsten eines eingepackt.
Dann gings weiter durch den Wald. Ein schönes Stück, total idyllisch. Was mich faszinierte war ein Punkt im Wald an dem plötzlich alles grün wurde. Wie abgeschnitten (leider wohl auf dem Foto nicht gut erkennbar).
Anschliessend ging ich weiter und nach einem kurzen Anstieg erreichte ich den Höhepunkt der Route, die Kirche San Bernardo. Von da aus hatte man einen grandiosen Aussicht auf Lugano und den San Salvatore (die nächste Etappe, welche ich aber bereits absolviert hatte).
Etwa gleich steil gings dann wieder nach unten und nach ziemlich genau einer Stunde war ich schon am Ziel in Lugano Comano. Von hier aus wird empfohlen den ÖV zu benutzen bis nach Lugano, da die Route des Trans Swiss Trails nicht mehr signalisiert ist.
Ich beschloss aber, mich doch noch etwas bewegen zu wollen und nach Lugano Centro zu laufen. Ich lief einfach immer der Strasse entlang und folgte den Autotafeln nach Lugano. Solange es ein Trottoir gibt sollte es doch auch möglich sein, zu Fuss nach Lugano zu laufen.
Nach rund einer Stunde hatte ich dann auch Lugano Centro erreicht.
Ich gönnte mir einen Crepes (und als Dessert natürlich meine obligate Glace) und verweilte noch ein bisschen und machte mich dann bald schon wieder auf Richtung nach Hause.



