5. Etappe Magglingen-Biel

Nach einem herrlichen Wochenende wollte ich auch am Pfingstmontag noch einmal eine Tour machen. Das Wetter war seit langem mal richtig schön und somit musste man einfach nach draussen.

Ich startete bereits um 8.30h mit dem Zug Richtung Biel. Da zurzeit die Magglingenbahn ausser Betrieb ist, musste man via Leubringenbahn und anschliessend mit dem Bus bis nach Magglingen. 

Dort startete ich, wo ich vor Kurzem erst meine letzte Etappe beendet hatte.

Die Route führte zuerst gemütlich durch den Wald hinunter bis nach Evilard/Leubringen. Dort durchquerte man ein Quartier auf dessen Häuser man neidisch sein konnte... Gross, geniale Aussicht....Leider war die Sicht in die Berge etwas getrübt und Eiger, Mönch und Jungfrau erkannte man nur mit genauem hinsehen. Trotzdem war die Sicht auf meine Heimat grandios (also nicht Eiger Mönch und Jungfrau, sondern das schöne Seeland ;))

Ich spazierte anschliessend bis nach Frinvillier wo man die Schüss (Fluss) erreicht . Dort begann auch die Tubelochschlucht (Taubenlochschlucht). Die Schlucht wird schnell enger und führt immer wieder über Brücken von der einen Felswand zur anderen. Eine tolle Wanderung und immer wieder wahnsinnig beeindruckend solche Schluchten. Ich hatte Glück, dass ich relativ früh unterwegs war, daher ging es noch einigermassen mit Leuten. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt, Leute auf meinen Wanderungen anzutreffen ;-)

Am Ende der Schlucht landet man in Biel-Bözingen. Eigentlich hätte ich gerne noch die 6. Etappe angehängt, da diese bis zu mir nach Hause geführt hätte. Allerdings hatte ich mir von der Wanderung gestern eine Blase an der Ferse geholt welche noch nicht verheilt war. Solange sie aber noch nicht offen war, wollte ich daher nichts riskieren. Ausserdem kam ich plötzlich an einem Wiesenplatz vorbei mit "Holz-Liegen", eine Art Liegestuhl aus Holz. Und da konnte ich nicht anders und beschloss, mich lieber etwas hinzulegen und die Sonne zu geniessen. 

Nach gut einer Stunde sünnele (ja ich war natürlich eingecremt!!) lief ich dann noch gemütlich die Schüss entlang bis man via Zentralplatz direkt zum Bahnhof gelangt. Wie auf jeder Wanderung gönnte ich mir noch eine Glace und war dann bereits kurz nach Mittag wieder zu Hause.

P.s.  wer sich interessiert wieso die Taubenlochschlucht so heisst, hier ein Auszug aus der Geschichte:

Einer Legende nach liebte einst ein junger Mann aus der Gegend ein Mädchen, das so schön und lieblich war, dass alle sie La Colombe (Taube) nannten. Die beiden wollten heiraten. Sie wurde aber vom Tyrannen von Rondchâtel verfolgt, der sich auch in sie verliebt hatte. Um ihm nicht in die Hände zu fallen, sprang die junge Frau in die Schlucht und kam dort um. Ihr zu Ehren habe man fortan die Schlucht Taubenloch oder Gorges de la petite colombe genannt. Die Namenforscher leiten den Ausdruck "Tubeloch" dagegen vom altdeutschen "Dubelloch" oder "Tobelloch" ab, was wasserdurchflossene Waldschlucht bedeutet.

 

 

 

 

 

 

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